Raumtransport

Raumfahrzeuge, die speziell für den Transport von Frachten zu einer Raumstation konzipiert sind, werden auch als Raumfrachter oder Raumtransporter bezeichnet. Im Rahmen der deutschen und europäischen Weltraumstrategie spielt der Raumtransport eine zentrale Rolle. Das übergeordnete Ziel ist die Bereitstellung eines zuverlässigen, flexiblen und wettbewerbsfähigen europäischen Trägersystems, das den autonomen Zugang zum Weltraum für Europa garantiert. Zum heutigen Zeitpunkt erfüllt das Ariane Programm diesen Zweck und stellt mit der Ariane 5 einen leistungsfähigen Träger zur Verfügung.

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Flugzeug-Digitalisierung unter neuer Adresse
Am 16. Januar 2019 bezog das Institut für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) als erster Mieter neue Räumlichkeiten auf dem Fabrikgelände der ehemaligen "Universellen Werke Dresden". In dem traditionsreichen Fabrikations- und Verwaltungsgebäude an der Zwickauer Straße wurden jahrelang Maschinen für unterschiedlichste Verwendungen hergestellt. Heute zählt es zu den technischen Denkmälern in Dresden. Das Gelände befindet sich im Aus- und Umbau und soll an Partner der TU Dresden, Startups und weitere Interessenten vermietet werden. "In dem Innovationszentrum, das derzeit an den Universellen Werken entsteht, herrschen optimale Bedingungen für Wissenschaft und Forschung und damit auch für das DLR", sagt Peter Georgino, Leiter der DLR-Standorte Berlin, Neustrelitz, Jena und Dresden.

15 Jahre Bilder von der DLR-Stereokamera HRSC auf der ESA-Mission Mars Express
Vor 15 Jahren, am frühen Samstagabend des 10. Januar 2004, saßen und standen über ein Dutzend Wissenschaftler dicht gedrängt in einem winzigen schmucklosen Raum im DLR-Forschungszentrum Berlin-Adlershof und starrten gebannt auf zwei Monitore. Sie erwarteten die ersten Bilder "ihres" Experiments, der High Resolution Stereo Camera (HRSC). Etwas mehr als zwei Wochen zuvor hatte die Raumsonde Mars Express der Europäischen Weltraumorganisation ESA ihr Ziel erreicht und wurde zunächst in eine stabile, ellipsenförmige Umlaufbahn über die Pole des Planeten manövriert. Wie vorgesehen sollte nun mit dem Betrieb der Experimente begonnen werden. Nach einem ersten, noch nicht zufriedenstellenden Test zeigte die HRSC aber bereits im zehnten Umlauf ihre ganze Leistungsfähigkeit. Mars Express sendete über die Bodenstationen der ESA zum Raumfahrtkontrollzentrum in Darmstadt gestochen scharfe und in ihrer Helligkeitsverteilung perfekt ausgewogene Bilddaten. In Berlin war die Begeisterung grenzenlos. Es war der Auftakt zu einer inzwischen über anderthalb Jahrzehnte andauernden Erfolgsgeschichte.

Ein Jahr im ewigen Eis: EDEN-ISS-Antarktisgärtner Paul Zabel kehrt zurück
365 Tage in der Antarktis, davon 257 Tage abgeschnitten von der Außenwelt: Der Antarktisgärtner Paul Zabel vom DLR hat die Gemüsezucht für Mond und Mars im EDEN-ISS-Gewächshaus erprobt und dabei Paprika, Tomaten, Gurken und verschiedenste Salate und Kräuter unter künstlichem Licht geerntet.

NASA-Sonde New Horizons erreicht "Ultima Thule"
Pünktlich zum Beginn des neuen Jahres wird im Kuipergürtel, sechseinhalb Milliarden Kilometer von der Erde entfernt, eine ganz besondere Begegnung stattfinden: Die NASA-Raumsonde New Horizons besucht das Objekt 2014 MU69, genannt Ultima Thule. Um 6:33 Uhr Mitteleuropäischer Zeit wird New Horizons an Ultima Thule vorbeifliegen und das Objekt aus nur 3500 Kilometern Entfernung mit ihren Messinstrumenten untersuchen. Vor etwa dreizehn Jahren ist New Horizons gestartet, um den Zwergplaneten Pluto zu untersuchen. Es ist das erste Mal, dass ein Körper jenseits von Pluto Besuch bekommt und aus der Nähe erforscht wird.

Adieu 2018 - Ein erfolgreiches DLR-Jahr geht zu Ende
Gemeinsam mit der NASA den Emissionen alternativer Flugzeugtreibstoffe auf der Spur. Erfolgreich einen Lander auf dem Asteroiden Ryugu gelandet und Daten von der Oberfläche erhoben. Im Projekt Next Generation Car erste Ergebnisse bei der Forschung am automatisierten und vernetzten Fahren von morgen erzielt. Und bei der ISS-Mission horizons 40 von insgesamt 41 deutschen Experimenten erfolgreich in Schwerelosigkeit durchgeführt. Dies sind nur vier der zahlreichen Highlights aus diesem Jahr.

Die Erkundung des Marsinneren beginnt
Es war eine zentimetergenaue Detailarbeit. In den vergangenen Wochen haben DLR-Forscher jeden Stein auf den Bildern der InSight-Landestelle vermessen und mit dem Radiometer des HP³-Experiments den Staub an der Marsoberfläche analysiert, um gemeinsam mit den amerikanischen und französischen Kollegen die idealen Absetzstellen für die Instrumente der InSight-Mission zu identifizieren. Schließlich bildeten Wissenschaftler des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Kalifornien auf Grundlage der Untersuchungen InSights angrenzende Umgebung exakt im Labor nach und testeten die Absetzmanöver mit einem Nachbau der NASA-Sonde. Mit der nun erfolgten Platzierung des Seismometers vor dem Lander beginnt die Erkundung des Marsinneren. Der Marsmaulwurf des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird Ende Januar 2019 einen Meter östlich des Seismometers positioniert werden. Ein vierköpfiges Team des Kölner DLR-Nutzerzentrums für Weltraumexperimente verbleibt für die Kommandierung und Überwachung des HP3-Experiments auch über Weihnachten und Silvester in Kalifornien.

Ein Wintertraum in Rot und Weiß - der Korolev-Krater auf dem Mars
Dieses Bildmosaik aus Aufnahmen der DLR-Kamera HRSC an Bord der ESA-Raumsonde Mars Express zeigt den gut erhaltenen Einschlagskrater Korolev auf dem Mars. Er ist das ganze Jahr über mit Wassereis gefüllt. Benannt wurde der Krater nach dem legendären russischen Raketeningenieur und Raumfahrt-Konstrukteur Sergej Pawlowich Koroljow.

Alexander Gerst ist zurück auf der Erde
Alexander Gerst ist nach 197 Tagen im All und 195 an Bord der Internationalen Raumstation ISS in den Morgenstunden des 20. Dezember 2018 gesund zur Erde zurückgekehrt: Die Sojus MS-09 landete planmäßig um 6.02 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) nahe Karaganda in der Steppe Kasachstans.

Ein Foto, das die Welt veränderte
"Oh mein Gott, schaut euch dieses Bild da an", sagte Bill Anders auf einmal, nachdem Kommandant Frank Borman am Ende der vierten Passage über die Mondrückseite die Apollo-8-Kapsel gedreht hatte, um den Mondhorizont für eine Navigation mit dem Handsextanten besser anpeilen zu können. "Was siehst Du?", fragte Borman. "Die Erde geht auf. Wow, ist das schön!" Frank Borman fotografierte sofort diesen überwältigenden Anblick: Über der grauen Mondoberfläche wölbte sich die zu etwa zwei Dritteln von der Sonne beschienene Halbkugel der Erde, königsblau die Ozeane, von Wirbeln und Strömungen schneeweißer Wolkenbänder überlagert, und die Kontinente in Beigetönen mit dunkelgrünen Tupfern. Der "Erdaufgang" ist vielleicht das symbolträchtigste Foto, das die Raumfahrt hervorgebracht hat, sicher eines der am häufigsten veröffentlichten. Bei der Mission Apollo 8 sah der Mensch zum ersten Mal die Erde, seinen Heimatplaneten, als Ganzes aus der Distanz: als einen wunderschönen, aber auch verletzlichen Himmelskörper. Bill Anders fand dafür die Worte "Eine großartige Oase in der Ödnis des Weltalls"

Raumfahrt in Europa: ESA und DLR vereinbaren Zusammenarbeit von Raumfahrtkontrollzentren
Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bündeln ihre Kompetenzen: In den Bereichen Missionsbetrieb und Bodeninfrastruktur werden das Europäische Raumfahrtkontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt und das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) Synergieeffekte nutzen und gemeinsam neue Konzepte, Technologien und Verfahren entwickeln. Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrags erfolgte am 18. Dezember 2018 am DLR in Oberpfaffenhofen im Rahmen des "Interoperability Plenary" Treffens, welches Vertreter von weltweit 12 Raumfahrtagenturen zusammenführt.

Tjark Siefkes leitet die Abteilung "Neue Schienenfahrzeuge"
Seit November 2018 freut sich das Institut für Fahrzeugkonzepte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) über einen Neuzugang: Der Bahnexperte Dr.-Ing. Tjark Siefkes unterstützt die Verkehrsforschung des DLR im Bereich der Zugkonzepte und leitet gleichzeitig die neu aufzubauende Abteilung "Neue Schienenfahrzeuge" an den Institutsstandorten Stuttgart und Berlin.

Kleiner Sensor, große Last ? DLR testet neues Verfahren zur Bestimmung von Lasten auf Flugzeugbauteile
Um Flugzeuge immer leichter und emissionsärmer zu machen, ist unter anderem eine genaue Kenntnis der im Flug auftretenden Lasten und Drücke und deren Verteilung auf die einzelnen Flugzeugkomponenten erforderlich. Das Verfahren zur Bestimmung der Lasten ist für eine Zertifizierung unabdingbar und erfolgt nach langer und aufwändiger Vorbereitung im Flugversuch. Im Projekt KonTeKst (Konfigurationen und Technologien für das emissions- und lärmarme Kurzstreckenflugzeug) hat das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) ein Sensorsystem entwickelt, das kostengünstig die Druckverteilung um eine Tragfläche genau messen und so die Lasten im Flug bestimmen kann.

Einsatz ziviler Drohnen in Deutschland: DLR-Studie zeigt Zustimmung für Rettungs- und Forschungseinsätze sowie bestehende Vorbehalte
Die Szenarien für die Anwendung ziviler unbemannter Luftfahrtsysteme (Unmanned Aerial Sytems - UAS) werden immer breiter und vielfältiger. Neben ersten Tests mit Paketzustellungen aus der Luft, gibt es bereits erste Anwendungen in der Landwirtschaft oder der Energiebranche, Inspektionen mittels unbemannter Fluggeräte durchzuführen. Ebenso wird an der schnellen Lageerfassung im Katastrophenschutz und dem Transport von Medikamenten und medizinischem Gerät im Rettungseinsatz gearbeitet. Eine Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat nun ergeben, dass es in Deutschland eine deutliche Zustimmung für den Einsatz ziviler Drohnen im Katastrophenschutz, Rettungs- und Forschungseinsatz gibt. Flüge für Werbeaufnahmen, Freizeitaktivitäten und die Paketzustellung werden aber derzeit noch bei mindestens der Hälfte der repräsentativ Befragten kritisch gesehen. Aufklärung hilft dabei, Vorbehalte in der Bevölkerung abzubauen.

Erster Energieforschungsdialog des Landes Nordrhein-Westfalen bringt wichtige Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft an einen Tisch
Was braucht es, damit die Energiewende in Nordrhein-Westfalen gelingt? Was sollten die Schwerpunkte der Energieforschung sein? Wie sollte die Förderung aussehen? Diese und weitere Fragen diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft am 10. Dezember im NRW-Wirtschaftsministerium auf Einladung von Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart.

International Forum for Aviation Research - Netzwerk für die Luftfahrt der Zukunft
Vom 27. bis 29. November 2018 trafen sich auf Einladung der führenden russischen Forschungseinrichtung Central Aerohydodynamic Institute TsAGI mehr als 50 Vertreter von Luftfahrtforschungsorganisationen aus 19 Ländern zu ihrem 9. IFAR Luftfahrtgipfel in Moskau. Seit fast zehn Jahren ist IFAR als weltweit einzigartiges Netzwerk eine Informations- und Diskussionsplattform für die Luftfahrtforschung.

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